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Minimal-invasive Behandlung

In den letzten Jahren hat das Bewusstsein bezüglich muskelschonender und gelenkerhaltenen Techniken in der Orthopädie deutlich zugenommen. Hauptsächlich liegt das an dem jüngeren Patientenkollektiv und dem höheren Aktivitätsgrad der Patienten, die nach einem operativen Eingriff möglichst zügig in ihr normales berufliches Umfeld zurück und ihre Freizeitaktivitäten ausüben möchten. Muskelschonende Verfahren bieten hierbei die Möglichkeit, die Lebensqualität der Patienten durch eine schnelle postoperative Mobilisation und Aktivitätssteigerung wieder herzustellen.

Bei der operativen Hüftbehandlung wird dabei eine angepasste Hautinzision gewählt, die eine Zugang zum Hüftgelenk ermöglicht, ohne Muskulatur zu schädigen.

Bei der Hüft-Arthroskopie wird dieses über 2-4 kleine Hautinzision erreicht werden, die eine Behandlung vieler Gelenkpathologien mittels angepasster Instrumente ermöglichen (siehe Spezielle Hüftchirurgie/Arthroskopie). Damit ist es möglich, knöcherne Überstände (Impingement-Behandlung), Labrum-Schäden, Entzündungen der Gelenkinnenhaut (Synovialitis), Entfernung freier Gelenkkörper und Knorpeltherapien durchzuführen.


Abb. 1: Zugangsmöglichkeit zum Hüftgelenk bei der arthroskopischen Behandlung

Ausgedehnte Pathologien erfordern für eine adäquate Behandlung mitunter eine kurze Hautinzision. Hierbei kann arthroskopisch assistiert vorgegangen werden, um das Weichteiltrauma durch die Operation möglichst gering zu halten. Somit ist es auch möglich, lokal umschriebene Knorpelschäden mit einer kleinen Überkronung (HemiCap) zu versehen, so dass noch kein vollständiger Gelenkersatz durchgeführt werden muss. Durch diese minimalinvasiven Behandlungen kann eine frühzeitige Mobilisation des Patienten und eine schnelle Rückkehr in den normalen Alltag erfolgen (Abb. 2).


Abb. 2: Implantation einer HemiCAP, die einen lokalisierten Knorpeldefekt deckt und so die Implantation einer Hüftendoprothese verhindert. Die Muskulatur bleibt über den gewählten minimal-invasiven Zugang unangetastet (schwarzer Pfeil: erhaltene Muskulatur; weißer Pfeil: behandelter Femurkopf)


Abb. 3: Versorgung eines lokalen Defektes mit einer knochensparenden HemiCAP Prothese