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Rückfußchirurgie

Über die Rekonstruktion von Veränderungen im Bereich des Rückfußes kommen einmal die schon erwähnten arthroskopischen Techniken in Frage. Bei schweren Fehlstellungen müssen Knochendurchtrennungen mit Ausrichtung bei einer anatomischen Rückfußachse im Bereich des Fersenbeines vorgenommen werden (Osteotomie).

Gerade bei Operationen, die zur Behebung von Bewegungseinschränkungen durchgeführt werden, besteht ein großer Bedarf an postoperativer Schmerzbehandlung, da die behobenen Bewegungseinschränkungen dann natürlich sofort einer optimalen Bewegungstherapie zugeführt werden müssen, um ein erneutes Einsteifen zu vermeiden.
In der Regel werden dann bei unseren Patienten Schmerzkatheter eingelegt, die ein sofortiges Bewegen in Schmerzfreiheit gewährleisten. Diese Katheter werden in der Regel für ein, manchmal auch zwei Wochen belassen, bis ein gewisses Bewegungsausmaß stabilisiert ist und man auf Grund der Schmerzsituation auf Tabletten zur Weiterbehandlung umsteigen kann.
Des Weiteren werden spezielle medikamentöse Therapien durchgeführt, die ein vermehrtes Wiederauftreten von Narbenbildung verhindern, um somit das in der Operation erreichte Ausmaß der Beweglichkeit auch nach dem Eingriff zu stabilisieren.

Osteotomie

Aufgrund von Fußfehlstellungen ( z.B. Plattfuß oder Hohlfuß ), aber auch bei Veränderungen des Fußes durch Nervenlähmungen lässt sich nur durch eine Knochendurchtrennung (Osteotomie) die Wiederherstellung der normalen Belastungsachsen erreichen.
Diese Osteotomien betreffen in erster Linie den Rückfuß. Bei einem Plattfuß besteht eine Auswärtsdrehung des Rückfußes, so dass das Fersenbein durchtrennt und in einer geraden Stellung wieder verschraubt wird.
Dem gegenüber ist bei einem Hohlfuß der Rückfuß nach innen gedreht, so dass hier nach der Osteotomie des Fersenbeines der hintere Anteil nach außen rotiert, um wieder eine normale gerade Rückfußachse zu erreichen. Beim Hohlfuß muss besonders im Vorfußbereich Metatarsale I manchmal auch bei allen weiteren Mittelfußknochen eine Durchtrennung durchgeführt werden, um somit das Längsgewölbe abzuflachen.

Die Nachbehandlung der Knochendurchtrennung sieht bei stabiler Verschraubung- falls keine anderen Operationen zusätzlich durchgeführt wurden- wie z.B. Sehnentransfers oder Knochentransplantationen- eine Teilbelastung von 15 kg für 6 Wochen vor. Der Patient kann das Sprunggelenk bewegen und teilweise in normalen Schuhen "funktionell" nachbehandelt werden.