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Sprunggelenksendoprothese

Talusschulterprothese

Das Design der Talusschulterprothese zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine Kappe hat, nach der der Talus zugeschnitten wird und dann in verschiedene Formen aufgesetzt und fixiert wird. Natürlich bedingt die Implantation einer solchen Prothese, dass eine entsprechende Talusschulter vorhanden ist. Es gibt aber eine Reihe von Fällen, in denen auf Grund des Fortschreitens der Arthrose oder durch andere Bedingungen die Talusschulter nicht mehr in ausreichender Form besteht, so dass es in diesem Fall keinen Sinn macht, eine Taluskappenprothese zu implantieren.

Kritischer Aspekt der Anwendung der Prothesen besteht in den Veränderungen des unteren Abschnittes des Unterschenkelknochens (Tibiaplafond). Alle Prothesen, die auf dem Markt sinnvoll erscheinen, werden nicht mehr zementiert implantiert.
Deshalb müssen Bedingungen bestehen, die das Einwachsen der Prothese in den Knochen wahrscheinlich erscheinen lassen. Aus unserer Sicht sehen wir gerade bei Zuständen nach schweren Trümmerfrakturen des Unterschenkels mit Knochendefekten (Pilonfrakturen) und schweren Durchblutungsstörungen des Knochens jedweder Art, diese Art von Prothesen als problematisch an. Da wir bezweifeln, dass sich an diesen Stellen ein guter Verbund zwischen Knochen und Prothese ausbilden wird.

Um der tibialen Komponente mehr Festigkeit zu verleihen, gibt es Prothesen, die neben einem flachen Aufliegen auf dem Unterschenkel noch einen Schaft haben, der in den Unterschenkelknochen eingebaut wird und somit eine vermehrte Stabilität gewährleistet. Diese Prothesen sind sicherlich auch bei Defektsituationen am Tibiaplafond sinnvoll, da sie vergleichbar mit der Revisionsknieendoprothetik eine größere mechanische Stabilität gewährleisten.

In diesem Fall sind wir der Meinung, dass ein anderer Prothesentyp in Anwendung kommt, der im Design ein flaches Zuschneiden des Talus vorsieht, um dann in verschiedenen Formen der Verankerung eine Komponente auf den flachen Schnitt aufsetzt. Wir bezeichnen dass als eine Onlay-Prothese.

Talusonlayprothese

Seit November 2004 wird von Prof. Thermann die neueste Weiterentwicklung der Sprunggelenksendoprothese als einer der ersten Operateure in Europa durchgeführt.

Die Vorteile der neuen Prothese liegen darin, dass sie eine höhere Präzision im Hinblick auf die Zentrierung der Unterschenkelknochen-Komponente (tibiale Komponente) gegenüber der Sprunggelenkskomponente (talare Komponente) ausweist.

Die ersten Implantationen zeigen eine sehr gute Wiederherstellung der Beweglichkeit des Sprunggelenkes. Aufgrund der Oberflächenbeschichtung, die im Gegensatz zur früher durchgeführten Hydroxylapatidbeschichtung, jetzt sogenanntes Porous coating (Einwachsen in poröse Oberflächen durch den Knochen), gewährleistet die Prothese ein sehr sicheres, stabiles Einwachsen in den Knochen.