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Prothesenwechsel und Revisionen

Gerade in Defektsituationen als auch in Situationen, in denen eine Lockerung einer herkömmlichen Prothese vorliegt, besteht heute mittlerweile die Möglichkeit, mit einer Schaftprothese im Bereich der Tibia als auch einer gekoppelten Prothese (Agility air) Defektsituationen zu beherrschen und somit eine Arthrodese (Versteifung) zu vermeiden. Die zuletzt angesprochene Prothese fordert eine sehr große Knochenresektion, so dass sie aus unserer Sicht für eine primäre Implantation nicht geeignet ist, aber sehr wohl gerade bei einem Defekt oder in Revisionssituationen angewendet werden kann.

Der Ausblick in die Sprunggelenksendoprothetik ist sehr verheißungsvoll. Hinsichtlich der vermehrten Implantation von Sprunggelenksprothesen, vergrößert sich das Interesse der Industrie hier in Forschungsvalenzen zu investieren, so dass in den nächsten 5-10 Jahren die Sprunggelenksendoprothese mit Sicherheit der Standard in der Behandlung der Arthrose des oberen Sprunggelenks sein wird.

Ein weiterer Vorteil der meisten Prothesen besteht im geringen Substanzverlust, der auch bei Versagen und Lockerung der Prothese in den meisten Fällen mit einer relativ komplikationsfreien Versteifung gelöst werden kann. Bei der Durchführung einer normalen Versteifung ist etwa eine Knochenresektion von 1 cm notwendig verglichen mit einer Resektion bei der Implantation einer Sprunggelenksprothese in den oben aufgeführten Dimensionen von etwa 1,4 cm Umfang. Man erkennt daher, dass das Risiko, einer Versteifung nach Versagen der Sprunggelenksendoprothese, aus welchem eine schwierige Situation entsteht, relativ gering ist.
Grund hierfür ist, dass sich eine Versteifung nach Prothesenlockerung nicht wesentlich von der normalen Versteifung unterscheidet