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Posteriore Endoskopie

Die hintere posteriore Endoskopie wurde 1992 von Nick van Dijk inauguriert. Seit frühzeitigen Besuchen in Amsterdam wird seit 1994 diese Technik in unserem Zentrum angewandt. Mittlerweile gehört sie zum Standard. Es wurden in unserem Zentrum auch erstmalig die arthroskopische Rekonstruktion von Knorpelschäden am unteren Sprunggelenk durch die posteriore Endoskopie seit 5 Jahren durchgeführt. Dieses wird mit einer AMIC-Prozedur durchgeführt. Erst die AMIC-Prozedur mit Stammzellen vom Beckenkamm konnte valide Ergebnisse in der Behandlung subtalarer Knorpelschäden erbringen. Diese arthroskopische Technik wird weltweit nur von Handverlesenen durchgeführt. Die Nachbehandlung entspricht der Behandlung der AMIC-Prozeduren des oberen Sprunggelenkes.

Je nach Lage des Knorpelschadens wird auch über eine seitliche (vordere) Endoskopie der Knorpelschaden und die Arthroskopie angegangen. Hierbei werden sogenannte Hilfszugänge posterior aber auch teilweise unter dem Wadenbein für eine optimale Einsicht in das sehr schwer zu arthroskopierende Gelenk. Auch hier können dann Knorpelrekonstruktionen oder Entfernung von Narben und Ossifkationen durchgeführt werden.
Die Arthrose des unteren Sprunggelenkes findet sich häufig posttraumatisch nach Calcaneusfrakturen aber auch durch Instabilitäten, beim Plattfuß oder nach Endoprothesenimplantation als Folge einer weiteren Arthroseentwicklung. Prinzipiell führen wir die Versteifung des unteren Sprunggelenkes fast ausschließlich über die posteriore Arthroskopie mit Gelenkdebridement und Verschraubung durch. Dies ist ein optimal schonendes Verfahren. Es werden dann Knochenspäne vom Tibiakopf wie auch Stammzellen mit Knochenmark vom hinteren Beckenkamm über eine Nadelaspiration zur biologischen Verstärkung und schnelleren Heilung dieser Versteifung durchgeführt. Die Patienten haben praktisch in der arthroskopischen Technik kaum Schmerzen und können bei Teilbelastung in einem Short Walker zügig das obere Sprunggelenk weiter mobilisiert werden.