Scroll to top

Top

Arthroskopie

Möglichkeiten der Arthroskopie am Fuß

Die Arthroskopie des Sprunggelenkes ist eigentlich von Seiten der Technik seit 30 Jahren bekannt. Aufgrund der Enge dieses Gelenkes und der technischen Anforderungen wird sie nur von Spezialisten erschöpfend und ausreichend durchgeführt. Aufgrund von Erfahrungen seit 25 Jahren, mit fast 100 Sprunggelenksarthroskopien/Jahr, mit international die meisten Erfahrungen in der arthroskopischen Rekonstruktion von Knorpelschäden gehört unser Zentrum zu den Führenden weltweit. Die Pathologien im Bereich des Sprunggelenkes zeigen mit großer Mehrheit unserer Fälle sogenannte osteochondrale Läsionen, umschriebene Knorpelschäden, die sowohl meistens am medialen, aber auch überall im Bereich des Gelenkes auftreten können. Diese werden entweder mit einer AMIC-Prozedur (Einbringen einer Matrix mit Stammzellen vom Beckenkamm und Wachstumsfaktoren) oder mit Chondrozytentransplantation bei jüngeren Menschen mit einer hohen Erfolgsquote über 90% in den 5 Jahresergebnissen rekonstruiert. Aufgrund der Erfahrung mit der AMIC-Matrix-Transplantation werden in unserem Zentrum auch Revisionen und größere Defekte durchgeführt. Als einer der ersten wurde die Rekonstruktion von Defekten im Bereich des Tibiaplafond oder kombinierte Defekte in Form von „Kissing lesions“ von Talus und Tibiaplafond erstmalig endoskopisch therapiert.
Die Behandlung setzt eine Teilbelastung zwischen 8-10 Wochen voraus. Hierbei muss das Sprunggelenk kontinuierlich bewegt werden, selbständig oder mit einer CPM-Maschine (Continous Passive Motion). Zusätzlich werden zur Unterstützung des Heilvorgangs in Abständen von 2-4 Wochen Wachstumsfaktoren (ACP) gespritzt.

Die weiteren Indikationen sind sog. posttraumatischen Arthrofibrosen, häufig auch Gewebeeinsteifungen nach Brüchen, Entfernung von anterioren Verknöcherungen – bei Leistungssportlern wie Basketballer, Volleyballer zusätzlich auch Erkrankungen der Synovia.

Mithilfe der arthroskopischen Technik ist die Arthrodese (Versteifung) des oberen Sprunggelenkes mittels endoskopischem Gelenkdebridement und perkutaner Verschraubung möglich. Bei Indikation zur Gelenkversteifung ist in 80% der Fälle diese mit endoskopischem Debridement und perkutaner Schraubentechnik in unserem Zentrum (4 kleine Stichinzisionen) möglich. Der Vorteil ist eine sehr geringe Morbidität. Geringes Infektrisiko und sehr schnelle Einheilung der knöchernen Versteifung. Nur in Fällen eines großen Defektes im Bereich des Talus oder Tibiaplafonds wird eine offene Technik mit Verschraubung und Verplattung durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie hier